Die Sony A6700 ist seit Sommer 2023 Sonys Flaggschiff im APS-C-Segment — und eine der technisch stärksten APS-C-Kameras am Markt. Trotzdem fragen viele: Kommt bald ein Nachfolger? Und wenn ja, sollte man noch warten?
Was wir über den Sony A6700 Nachfolger wissen
Stand September 2026 hat Sony keinen offiziellen Nachfolger der A6700 angekündigt. Keine Pressemitteilung, keine bestätigten Specs, kein offizielles Erscheinungsdatum. Was kursiert, sind Gerüchte und Wunschlisten aus der Community — nicht mehr.
Das ist kein Zufall: Die A6700 ist vergleichsweise neu. Sonys Entwicklungszyklen im APS-C-Flaggschiff-Bereich zeigen:
| Modell | Erscheinungsjahr | Abstand zum Vorgänger |
|---|---|---|
| Sony A6600 | 2019 | 2 Jahre (A6500: 2016) |
| Sony A6700 | 2023 | 4 Jahre (A6600: 2019) |
| Sony A6800 (spekuliert) | frühestens 2025–2027 | 2–4 Jahre |
Ein Nachfolger — intern wahrscheinlich A6800 oder unter neuem Namen — wäre nach diesem Muster nicht vor Ende 2025 zu erwarten. Konkrete Gerüchte aus zuverlässigen Quellen fehlen aktuell.
Was ein Nachfolger verbessern könnte
Wenn Sony aus den Stärken und Schwächen der A6700 lernt, sind diese Bereiche die wahrscheinlichsten Upgrades:
Höhere Videoauflösung ohne Crop: Die A6700 filmt 4K/120p mit APS-C-Crop aus einem schmaleren Bildausschnitt. Vollständiges 4K/120p aus dem vollen Sensor wäre das gefragteste Feature für Videografen.
Vollständig klappbares Display: Die A6700 hat ein Klapp-Display, das sich nach links dreht — gut, aber kein echter Flip-out für Selfies und Frontkamera-Aufnahmen. Sony hat das Format beim ZV-E10 II verbessert; ein vergleichbarer Schritt würde den A6700-Nachfolger für Content Creator attraktiver machen.
Verbesserter Akku: Die A6700 arbeitet mit dem NP-FZ100 — solide, aber nach CIPA-Standard mit rund 570 Aufnahmen (Monitor) im mittleren Bereich. Mehr Kapazität oder eine effizientere Nutzung des gleichen Akkus wäre willkommen.
Höhere Auflösung: 26 MP ist für APS-C heute der Standard. Ein Sprung auf 32–36 MP (wie er im Vollformat-Segment bereits üblich ist) wäre ein realistisches Upgrade.
Was wahrscheinlich gleich bleibt: Z-Bajonett (Sony E-Mount), AI-basiertes AF-System (das ist bereits auf Z9-Niveau), 5-Achsen-IBIS.
Lohnt sich das Warten auf den A6700 Nachfolger?
Die ehrliche Antwort: Nein — nicht wenn man jetzt fotografieren will.
Die Sony A6700 ist 2026 nach wie vor eine der leistungsstärksten APS-C-Kameras auf dem Markt. Ihr AI-Autofokus ist konkurrenzlos in dieser Sensorgröße, 4K/120p gibt es in dieser Klasse kaum woanders, und das Sony-E-Mount-System bietet die größte Objektivauswahl aller APS-C-Systeme.
Wer auf einen Nachfolger wartet, der noch nicht einmal angekündigt ist, verliert Monate oder Jahre an Aufnahmen — ohne Garantie, dass das nächste Modell für die eigene Nutzung relevant besser ist.
Kaufen, wenn: Man jetzt aktiv fotografiert, ein Sony-E-Mount-System aufbaut oder die A6700 für Sport, Wildlife oder Video braucht.
Warten, wenn: Man hauptsächlich an einem konkreten Feature interessiert ist (z.B. 4K/120p ohne Crop oder höhere Auflösung) und dieses Feature in einem künftigen Modell als gesichert gilt — was es aktuell nicht tut.
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Die A6700 im Kontext: Was Alternativen 2026 bieten
Wer nicht ausschließlich auf Sony festgelegt ist, sollte auch schauen, was andere Hersteller im APS-C-Bereich anbieten:
Fujifilm X-S20 (ca. 1.300 Euro): Exzellente Videofähigkeiten, 7-Achsen-IBIS, Fujifilms legendäre Farbprofile. Schwächerer AF als die A6700, aber für Videofilmer eine ernstzunehmende Alternative.
Nikon Z50 II: Günstigerer APS-C-Einstieg ins Z-System mit EXPEED 7 und guter Motiverkennung. Kein IBIS — ein wesentlicher Nachteil gegenüber der A6700. Wer mehr will, greift zur Nikon Z5 II mit Vollformat.
Canon EOS R7: 32 MP APS-C, bis zu 30 fps, doppelter Kartenslot — für Sport und Wildlife eine direkte Konkurrentin. AF etwas schwächer als die A6700 bei Tier- und Vogelerkennung.
Mehr zu Sonys APS-C-Einstiegssegment: der Sony ZV-E10 II Test zeigt, was Sony im günstigeren Bereich anbietet.
Fazit
Der Sony A6700 Nachfolger wird kommen — irgendwann. Aber nicht jetzt, und nicht mit bestätigten Specs. Wer die A6700 braucht, kauft sie jetzt ohne Reue: Sie ist 2026 weiterhin das beste APS-C-Flaggschiff im Sony-System und eine der stärksten in ihrer Klasse überhaupt. Sobald Sony konkrete Informationen zum Nachfolger veröffentlicht, aktualisieren wir diesen Artikel.
Häufig gestellte Fragen
Wann kommt der Sony A6700 Nachfolger?
Kein offizielles Datum bekannt. Basierend auf Sonys bisherigen Entwicklungszyklen (4 Jahre zwischen A6600 und A6700) wäre ein Nachfolger frühestens 2025–2027 zu erwarten. Konkrete Gerüchte aus zuverlässigen Quellen gibt es Stand September 2026 nicht.
Heißt der Nachfolger Sony A6800?
Wahrscheinlich, aber nicht bestätigt. Sony könnte auch eine neue Namensgebung wählen — ähnlich wie beim Wechsel von Alpha-Nummern zu anderen Bezeichnungen im Vollformat-Bereich. Gerüchteforen nennen A6800, aber das ist Spekulation.
Ist die Sony A6700 noch ein guter Kauf 2026?
Ja. Der AI-Autofokus ist in der APS-C-Klasse nach wie vor führend, 4K/120p ist einzigartig in dieser Preisklasse, und das Sony-E-Mount-System bietet die größte Objektivauswahl. Wer nicht auf ein unangekündigtes Modell warten will, kauft die A6700 ohne Bedenken.
Ist die Sony A6700 wetterfest?
Ja — die A6700 ist mit einem Staub- und Spritzwasserschutz ausgestattet, den Sony als “Dust and Moisture Resistance” bezeichnet. Das bedeutet: kein Regen-Shooting ohne Weiteres, aber die Kamera verträgt gelegentliche Feuchtigkeitsexposition deutlich besser als unversiegelte Modelle wie die ZV-E10 II. Für ernsthafte Outdoor-Fotografie bei Regen empfiehlt Sony trotzdem eine Schutzhülle — IP-zertifiziert ist die A6700 nicht.
Weiterführend: Sony ZV-E10 II Test — Sonys günstigste APS-C Systemkamera · Nikon Z5 II Test — Vollformat als Alternative zum APS-C
