Schärfentiefe-Rechner

Wie viel ist bei f/1,8 wirklich scharf — und ab welcher Distanz reicht die Schärfe bis unendlich?

Sensor, Brennweite, Blende und Fokusdistanz eingeben — Nahgrenze, Ferngrenze und Schärfentiefe sofort berechnet.

Sensorformat
Brennweite
mm
Blende
f/
Fokusdistanz
m

Alle vier Felder auswählen, um die Schärfentiefe zu berechnen.

Was bestimmt die Schärfentiefe?

Drei Parameter, die du direkt steuern kannst — und einer, der durch das Kameraformat vorgegeben ist:

Schärfentiefe-Tabelle: 50 mm, Vollformat, 2 m

Verschiedene Blenden, Fokusdistanz 2 m — berechnet mit c = 0,030 mm:

BlendeNahgrenzeFerngrenzeSchärfentiefe
f/1,81,92 m2,09 m17 cm
f/2,81,88 m2,14 m26 cm
f/5,61,77 m2,30 m53 cm
f/111,59 m2,69 m1,09 m
f/161,46 m3,18 m1,72 m

Was ist die hyperfokale Distanz?

Die hyperfokale Distanz H ist die Fokusdistanz, ab der alles bis ∞ scharf erscheint. Wer auf H fokussiert, bekommt die maximale Schärfentiefe für die gewählte Kombination — von H/2 bis unendlich liegt alles im Schärfebereich.

Beispiele für Vollformat bei f/8: 24 mm → H ≈ 2,4 m (ab 1,2 m bis ∞ scharf), 50 mm → H ≈ 10,5 m, 85 mm → H ≈ 30 m, 135 mm → H ≈ 76 m. Das erklärt, warum Weitwinkelobjektive bei Landschaft fast immer alles scharf zeigen — und warum man mit einem 135-mm-Objektiv sehr bewusst fokussieren muss.

Häufige Fragen

Was ist die hyperfokale Distanz?

Die kürzeste Fokusdistanz, bei der alles von H/2 bis ∞ scharf erscheint. Bei Landschafts- und Architekturfotografie ist das die effizienteste Einstellung: einmal auf H fokussiert, maximale Schärfentiefe ohne Fokus-Stacking. Der Rechner zeigt H immer direkt unter dem Ergebnis an.

Warum hat das Sensorformat Einfluss auf die Schärfentiefe?

Kleinere Sensoren werden stärker vergrößert — deshalb gilt ein kleinerer Zerstreuungskreis (CoC) als noch „scharf genug". MFT verwendet c = 0,015 mm, Vollformat c = 0,030 mm. Bei gleicher Blende, Brennweite und Distanz liefert MFT deshalb mehr Schärfentiefe — nützlich für Landschaft, hinderlich für Bokeh.

Macht eine größere Blende immer weniger Schärfentiefe?

Ja — bei sonst gleichen Einstellungen gilt: je kleiner die f-Zahl (größere Öffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Bei f/1,4 ist die Schärfentiefe bis zu 10× kleiner als bei f/11. Der Effekt ist am stärksten bei langen Brennweiten und kurzen Fokusdistanzen.

Wie genau ist der Rechner bei Makroaufnahmen?

Die klassischen Schärfentiefe-Formeln gehen von kleinen Abbildungsmaßstäben aus. Bei Makroaufnahmen (Abbildungsmaßstab ≥ 1:4) werden die Werte zunehmend ungenau — der Rechner gibt dann nur eine Näherung. Für präzise Makro-Berechnungen sind Formeln erforderlich, die den Abbildungsmaßstab M explizit berücksichtigen.

Hinweis Makro: Bei sehr kurzen Fokusdistanzen und hohen Abbildungsmaßstäben liefern klassische DoF-Formeln nur Näherungswerte. Bei Aufnahmen ab ca. 1:4 das Ergebnis mit einem Testschuss verifizieren.

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