Die Canon EOS R5 Mark II wurde im August 2024 vorgestellt — und war sofort ein starker Seller. Guter Sensor, verbesserter Autofokus, brauchbares Video. Aber die Fotografen-Community ist ungeduldig: Kaum ist eine Kamera draußen, wird über den Nachfolger spekuliert. Hier ist, was wir über die R5 Mark III wissen — und was davon Spekulation ist.
Was die R5 Mark II kann (Ausgangspunkt)
Bevor wir über Gerüchte reden, kurz der Stand: Der R5 Mark II bringt einen 45-MP-Vollformat-Sensor mit rückwärtig beleuchtetem Design, bis zu 30 Bilder/Sekunde elektronisch, IBIS, 8K-Video und den verbesserten DIGIC X Prozessor. Für Porträt-, Wildlife- und Sportfotografen ist das heute schon mehr als genug.
Was über die R5 Mark III kursiert
Offizielle Ankündigungen gibt es keine. Was in einschlägigen Foren und bei Canon-Watch-Blogs kursiert:
Stacked Sensor: Der meistgenannte Wunsch und wahrscheinlichste Upgrade. Sony und Nikon haben vorgemacht, was ein Stacked-Sensor bringt — kürzere Ausleseverzögerung, weniger Rolling Shutter, noch höhere Serienbildraten ohne Qualitätsverlust. Der R5 Mark II hat hier noch Luft nach oben.
Höhere Auflösung: Ob 60 MP oder mehr ist reine Spekulation. Canon hat in der EOS R1 gezeigt, dass sie auch auf Geschwindigkeit setzen — beides zugleich (hohe MP + Stacked) wäre ambitioniert, aber nicht unmöglich.
Verbesserte Video-Specs: 8K ist Standard. 8K RAW ohne Crop, besseres Wärmemanagement und längere Aufnahmezeiten wären logische Schritte.
AI-gestützter AF: Canon arbeitet kontinuierlich am Dual Pixel CMOS AF — eine weitere Generation mit noch besserer Motiverkennung und Eye-Tracking ist sicher.
Wann kommt er?
Hier ist Vorsicht angebracht. Canon folgt keinem festen Rhythmus — zwischen R5 und R5 Mark II lagen vier Jahre (2020–2024). Ein R5 Mark III vor 2026/2027 wäre überraschend früh. Realistischer sind:
- 2027: Wahrscheinlichstes Fenster, wenn Canon den Stacked-Sensor breit ausrollt
- Photokina / CP+ 2027: Mögliche Ankündigungsplattform
- Früher ist unwahrscheinlich — die R5 Mark II läuft gut, Canon hat keinen Druck
Soll ich jetzt die R5 Mark II kaufen oder warten?
Die ehrliche Antwort: Kauf jetzt, wenn du ihn brauchst. Ein Gerücht ist kein Produkt. Den R5 Mark II zwei Jahre auf einen Nachfolger warten, von dem noch nichts offiziell ist, macht keinen Sinn — denn in der Zeit fotografierst du mit deiner alten Kamera, statt mit einer sehr guten.
Wenn du aber in einem Jahr ohnehin eine Anschaffung planst und kein akutes Problem lösen musst, ist Abwarten keine schlechte Strategie. Bis 2027 wissen wir mehr.
Wer die R5 Mark II primär für Sport und Wildlife nutzen möchte, findet im Artikel Beste Kameras für Sportfotografie 2026 weitere Alternativen im Vergleich. Einen vollständigen Canon Kamera Vergleich für verschiedene Budgets haben wir ebenfalls.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Canon EOS R5 Mark II aktuell?
Die R5 Mark II ist als Gehäuse für ca. 3.800–4.200 Euro erhältlich, je nach Händler und Angebot. Das ist deutlich mehr als die erste R5 zum Launch war — Canon positioniert sie klar als Profikamera. Wer ein Budget unter 3.000 Euro hat, findet mit der EOS R6 Mark II eine sehr gute Alternative.
Was ist der Unterschied zwischen Canon R5 Mark II und R5C?
Die R5C ist eine auf Videoaufnahmen spezialisierte Variante mit aktivem Lüfter — sie kann unbegrenzt lange in 8K aufnehmen, ohne zu überhitzen. Die R5 Mark II ist die hybride Allround-Version für Foto und Video, ohne Lüfter. Für reine Filmproduktionen ist die R5C besser geeignet; für Fotografen, die auch gelegentlich filmen, ist die R5 Mark II die richtige Wahl.
Unterstützt die Canon EOS R5 Mark II internes RAW-Video?
Ja — die R5 Mark II kann intern in Cinema RAW Light (C-RAW) aufnehmen, auch in 8K. Das macht sie für semiprofessionelle Videoproduktionen interessant, ohne externe Recorder zu benötigen. Für einfache Videoclips reicht auch das interne MP4 in 4K/60p oder 4K/120p (mit Crop) vollständig.
Funktionieren alte Canon EF-Objektive an der R5 Mark II?
Ja, mit dem Canon Mount-Adapter EF-EOS R. Alle EF- und EF-S-Objektive lassen sich adaptieren, Autofokus und Belichtungssteuerung bleiben vollständig erhalten. Die Bildqualität leidet dabei nicht. Wer einen großen EF-Bestand hat, muss ihn nicht aufgeben — der Wechsel ins RF-System ist schrittweise möglich.
